Projekte und Aktionen

Unser erstes großes Projekt in Bassar

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Warum gerade Hilfe in Bassar?
Schulprojekt der Friedrich Schiedel-Schule Wangen - Ein Bus für Togo
Die Container Aktion
Schulbau durch Misereor in Bassar

Uli Hoeneß in der Riedhalle in Wilhelmsdorf
E. Staudt beim Talk in Wangen


Warum gerade Hilfe in Bassar?

Togo ist bezogen auf seine Oberfläche eines der kleinsten Länder des Kontinents Afrika. Seine Topographie ist außergewöhnlich. Ausgehend von einem 50 km Streifen am Atlantik schlängelt sich das Land in einer Breite zwischen 50 und 150 km an der breitesten Stelle bis zu knapp 600 km nach Norden. Die Hauptstadt Lomé ist der Dreh- und Angelpunkt für Wirtschaft, Bildung und Politik des Landes. Die größten Einnahmen erzielt die Regierung mit dem Hafen Lomé als Umschlagplatz wichtiger Güter für das Land selbst, aber auch Güter mit Destination Westafrika, insbesondere Mali, Burkina Faso und Niger. Einziger Transportweg auf dem Weg in Richtung Norden ist die Nationale 1 (Bundesstraße 1). Zwar geteert aber völlig überlastet, quälen sich hoffnungslos überladene und in gleichem Maße untermotorisierte LKWs über teils abschüssige bzw. ansteigende Streckenabschnitte mit vielen nicht ungefährlichen Pannen und teils schweren Unfällen (hauptsächlich wegen versagender Bremsen). Auf der 400 km Reise nach Bassar hin und zurück hat der Autor zirka 50 liegen gebliebene oder verunglückte LKWs gezählt. Die Fahrt Lomé – Bassar bedeutet quasi eine Tagesreise. Einziges Transportmittel ist das Auto oder überfüllte Kleinbusse. In großer Zahl einst in Europa gefahrenen VW-Caravans mit 9 Sitzplätzen einschließlich Fahrer wird meist die doppelte Anzahl von Personen transportiert. Das Gepäck türmt sich auf dem Dach.

Wer also in der nördlichen Hälfte von Togo seinen Lebensraum hat, ist gegenüber dem Süden des Landes in schwerwiegendem Nachteil. Dies gilt vor allem für den Besuch von weiterführenden Schulen, geschweige denn Hochschulen. Ein Nordkind hat für viele Bildungsgänge, die nur in der Hauptstadt Lomé angeboten werden, nur die Chance, bei im Süden lebenden Verwandten als 17. Cousine oder Cousin in der Großfamilie unterzukommen, um dann eine Schule zu besuchen. Diese Erkenntnis war ein Hauptgrund, warum wir eine Schule im Innern des Landes für unser Hilfsprojekt ausgesucht haben in Anlehnung der gleichen Überlegungen von Misereor.

Bassar liegt in einem großen Tal mit tropischem Klima und Regen- und Trockenzeit. Das Abholzen der Wälder für die Verwendung von Bau-, Brennholz oder als Holzkohle lässt die Savanne immer größer werden. Getreideanbau und Viehzucht sowie die angesprochene Holzverwertung sind neben primitivem Handel die Haupteinnahmequellen am absoluten Existenzminimum. Die Armut in den entlegenen Gegenden ist unvorstellbar. Von Entwicklungsprojekte profitiert die Gegend um Bassar selten oder nie.

So haben junge Intellektuelle die Initiative ergriffen, 2003 das Institut Arnold Janssen als berufliche Schule zu gründen, um der Landflucht, dem Anwachsen von kriminellen Banden, der Jugendprostitution sowie dem Drogen- und Menschenhandel Einhalt zu bieten. Deshalb glauben wir, ist unsere Hilfe für die Jugend um Bassar mit einer Viertelmillion Einwohner besonders wichtig. 

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Schulprojekt der Friedrich-Schiedel-Schule Wangen - Ein Bus für Togo

Eine Schule in Togo zu unterstützen, ohne eine deutsche Schule in das Projekt mit einzubinden, würde auf Dauer wohl ins Leere laufen. So schätzt sich unser Verein TogoHilfe Wangen glücklich, die Wangener Friedrich-Schiedel-Schule, eine gewerbliche Schule, für das Projekt zu begeistern. In kurzer Zeit konnte nicht nur das Lehrerkollegium dafür gewonnen werden. In der Schulkonferenz ließen sich auch Schüler, Eltern und Ausbildungsbetriebe überzeugen. 15 Klassen zeigten sich spontan bereit, eine Schulgeldpatenschaft von 50 € zu übernehmen.

Zu einem richtigen Unterrichtsprojekt wurde jedoch ein alter VW-Bus, der von den Schülerinnen und Schülern der Kfz-Klasse unter Anleitung ihrer Lehrer generalüberholt wurde. Für Schweißarbeiten, neue Farbe und Design, sorgten Kfz-Meister Robert Boll, die Lackiererei Werner und Mendel Print Design, alles ortsansässige Wangener Firmen, die diesem Projekt nahe stehen. Inzwischen fährt der mit den Nationalfarben Deutschland und Togo dekorierte Bus in Bassar mit der Aufschrift „Friedrich-Schiedel-Schule Wangen“ und „Institut Arnold Janssen, Bassar sowie „TogoHilfe Wangen – Bildung als Chance“. Der zum Transport für Schüler und Material eingesetzte Bus sorgt für Aufsehen und erweist sich als wichtiger Werbeträger für die Schule. Er soll sogar die Schüleranmeldungen schon gesteigert haben.


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Schulbau durch Misereor in Bassar

Ein großer Erweiterungsbau der beruflichen Schule „Institut Arnold Janssen“ wurde von Misereor Deutschland 2007 in Angriff genommen. Die TogoHilfe Wangen übernahm die Kosten für den Bau eines Fußballplatzes. Künftig sollen bis zu 600 Schüler eine Ausbildung in den Basisberufen des Handwerks erfahren. Die TogoHilfe Wangen unterstützt die Schule mit Lehr- und Lernmittel (Werkzeuge und Maschinen - siehe Container-Aktion).

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Weitere Bilder unter "Bildergalerie/2010/Bassar"
bildergalerie-togo-hilfe-wangen-schule-bassar

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Die Container-Aktion

Am 24. Oktober 2009 verließ ein 40  Kubikmeter Container der Spedition Dachser das Firmengelände der Firma Waldner Labor- und Schuleinrichtungen in Richtung Togo. Über Wochen hatten die Mitglieder der TogoHilfe Wangen alle Gegenstände zusammengetragen, welche den Schülern und dem Lehrkörper des "Institut Arnold Janssen", wie der offizielle Name der Schule in Bassar lautet, von Nutzen sein könnten.

Einmal galt es den Hunger nach Fußball zu befriedigen: zwei 2 auf 5 m Alutore, zwei weitere Alu-Minitore, Fußballschuhe, Trikots, Shorts und natürlich auch Bälle in großer Zahl, dank spürbarer Unterstützung von Puma, sollen den täglichen Fußballsport ermöglichen.

20 Computer und Bildschirme, teils über die Berufsakademie als auch über die Humpis-Schule Ravensburg erworben, eine Drehmaschine, eine Kreissäge, zwei per Pedal angetriebene Nähmaschinen, gebrauchte und neue Werkzeuge, teils in Werkzeugkästen auf die verschiedenen Ausbildungsberufe bezogen, ein Druckluftkompressor, gebrauchte Büroschränke in Stahl, Schreibtische, Arbeitsbänke, Schraubstöcke und Rohrschneider, Büroschränke, offene Regale, Spültische, Arbeitstische und eine von der Firma Azur Solar gestiftete Photovoltaikanlage im Werte von 15.000 € galt es, samt des an anderer Stelle erwähnten VW-Busses, zu verstauen. Nur den Verladekünsten der Spezialisten von Waldner war es zu verdanken, dass der Container brechend voll seinen Weg über den Atlantik nehmen konnte.

Unser Dank geht an die Waldner-Profis aber auch an die Firma Dachser für ihr finanzielles Entgegenkommen. In den ersten Dezembertagen kam die freudige Botschaft über die glückliche Ankunft der Wangener Hilfsgüter.

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Uli Hoeneß in der Riedhalle in Wilhelmsdorf

Kein geringerer als der neue FC Bayern-Präsident Uli Hoeneß konnte am 11.03.2010 für eine Podiumsdiskussion in Wilhelmsdorf gewonnen werden. Mit klaren unverblümten Aussagen zum Amateur- und Profifußball zog er über 800 Zuhörer in seinen Bann. Die Waldbühne Zußdorf als Organisator feierte einen Großevent. Mit frenetischem Beifall als Dank gab sich Uli Hoeneß zufrieden. Sein Honorar spendete er in voller Höhe der TogoHilfe Wangen.

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E. Staudt beim Talk in Wangen

Im November 2009 hatte die Volksbank Allgäu-West zu einer Talkrunde mit dem  Präsidenten des VfB Stuttgart nach Wangen eingeladen. Auch hier war der große Nutznießer die TogoHilfe Wangen, weil auch der VfB-Präsident sein Honorar in Wangen ließ. Dank an die Volksbank Allgäu-West, die diesen, in jeder Hinsicht gelungenen Abend, ermöglicht hatte.

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Pressebericht in der SZ-Wangen vom 20.11.2009

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